Tibet -Permit

Tibet liegt im Westen Chinas. Städte in Tibet sind Lhasa (拉萨) und Shigatse (日喀则市),
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Idarotreis
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Tibet -Permit

Beitrag von Idarotreis » 21.10.2009, 20:50

Sooooo
habe jetzt den Flug nach Peking gebucht und Visum für China beantragt. Wie gesagt, will mit dem Zug nach Tibet und will alles vor Ort buchen . Hat jemand einen Tip, vorallem betreff des Tibet-Permit. Hat jemand mehr Info?? Wir sind 2 Personen.
LG Ida

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Re: Tibet -Permit

Beitrag von aquadraht » 21.10.2009, 22:07

Idarotreis hat geschrieben:Sooooo
habe jetzt den Flug nach Peking gebucht und Visum für China beantragt. Wie gesagt, will mit dem Zug nach Tibet und will alles vor Ort buchen . Hat jemand einen Tip, vorallem betreff des Tibet-Permit. Hat jemand mehr Info?? Wir sind 2 Personen.
LG Ida
Also, meine Empfehlung wäre, mit dem Zug nach Xining und dort das TTP über Tibetan Connections (das ist m.W. ein Amerikaner) oder ein anderes Reisebüro buchen. In Xining fahren alle Züge nach Lhasa durch und einer fängt da an (es ist oft schwer, Schlaf-/Liegewagenplätze in den Zügen von Shanghai oder Guangzhou zu kriegen). Du kannst Dich von Beijing aus an das Reisebüro in Xining wenden, beim Zug, im Gegensatz zum Flugzeug, reicht eine Faxkopie des TTP. Mit ein paar Tagen Wartezeit musst Du rechnen. Du kannst natürlich von BJ den Zug nach Lhasa nehmen, jedes Hostel oder Hotel besorgt Dir Ticket und Permit, aber über 2 Tage nur im Zug sind ein wenig öde, und so 3 Tage bis das TTP genehmigt ist, musst Du einkalkulieren. Praktisch ist z.b. Nachtfahrt nach Xi'an, so anderthalb Tage Stadt etc. besichtigen, Nachtfahrt nach Xining, Zugticket und TTP beim Reisebüro abholen, dann zum Abfahrtermin weiter Richtung Lhasa. Das sind dann ca. 26h Fahrt. Am besten einen Zug nehmen, der am späten Nachmittag oder Abend in Lhasa eintrifft, denn die Strecke zwischen Tanggula-Pass und Lhasa ist der schönste Teil, den sollte man nicht im Dunkeln machen.

a^2

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Re: Tibet -Permit

Beitrag von Idarotreis » 21.10.2009, 23:07

Vielen Dank für diese umfangreiche Info
LG I R

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Re: Tibet -Permit

Beitrag von Idarotreis » 31.10.2009, 12:21

Habe jetzt ein Hostel in Tibet Lhasa angeschriben u sehr schnell antwort bekommen , w. f.:


Ida

Glad to hear from you !
We are Dongcuo international youth hostel,for your tibet permits.we also can get that for you,that is no problem.we can send that to Xian or Beijing.
according to the rule.we should arrange tour for you,so i need your itinerary for details.e.g,where you will visit ,and how many persons of you?then we will give you charges for that and after you agree with that ,we can give you TTP!
But we are sure the price is cheapeast for you!

ok,looking forward to hearing from you !

Lee Jack 0086-013638900552
Add:No.10 Beijing East road,lhasa,Tibet

Welcome to tibet and have a good trip!



Scheint gar nicht so schierig , ein Permit zu bekommen .....Bericht folgt....

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Re: Tibet -Permit

Beitrag von aquadraht » 31.10.2009, 14:31

Idarotreis hat geschrieben:Habe jetzt ein Hostel in Tibet Lhasa angeschriben u sehr schnell antwort bekommen..

Scheint gar nicht so schierig , ein Permit zu bekommen .....Bericht folgt....
Nein, das Permit zu kriegen ist eigentlich nicht das Problem. Das dauert ein paar Tage, aber im Normalfall gibt es keinerlei Probleme. Es gab jetzt sogar eine Ankündigung, dass das noch vereinfacht werden soll.

Das Hostel ist ok, das liegt an der Beijing Donglu am Nordrand des Barkhor. Da bist Du in 5 Minuten am Jokhang-Tempel und in 10 Minuten am Potala. Um da (Jokhangtempel, Barkhor, und auch die Klöster, etwa Sera und Ganden) reinzukommen, brauchst Du aber den Guide.

Was Du brauchst, ist ein Tourplan mit Ankunft und Abfahrt und geplanten Zielen (wobei ich keine Probleme hatte, meine Abfahrt zwei Tage nach hinten zu schieben, ohne ein neues Permit zu brauchen. Mein Reisebüro erledigte das mit Anruf bei der Tourismusbehörde).

Das Zugticket nach Lhasa könnte aber kritisch werden, wenn Du nicht tagelang im Zug sitzen willst. In den LP-Foren wurde mehrfach über Probleme berichtet, ein Ticket zu kriegen, in Xining, Chengdu und Golmud. Ich selbst hatte solche Probleme nicht, da ich BJ-Chengdu-Lhasa geflogen bin, aber es kann solche Probleme geben, und chinesische Zugtickets sind nur 9 Tage im Voraus bestellbar, und nur am Abfahrtsbahnhof (ich las mal, da wolle man was machen, aber bislang gibt es m.W. kein landesweites Zugbuchungssystem). Aus dem Grund habe ich Xining und Tibetan Connections empfohlen (ich bekomme da keine Provision :), die Auffassungen des Betreibers und meine über Tibet liegen etwa so nahe beieinander wie Berlin und Abell 1835 IR1916 ).

Jedenfalls erzähl mal, wie es weitergeht :mrgreen:


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Re: Tibet -Permit

Beitrag von Idarotreis » 01.11.2009, 13:01

Was ist ...Abell 1835 IR1916
Bitte erklär mir das..
Danke

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Re: Tibet -Permit

Beitrag von aquadraht » 01.11.2009, 13:52

Idarotreis hat geschrieben:Was ist ...Abell 1835 IR1916
Bitte erklär mir das..
Danke
Die am weitesten entfernte jemals beobachtete Galaxie (sie ist nur durch eine
Gravitationslinse, verursacht durch die Masse des Galaxienhaufens Abell 1835,
überhaupt sichtbar). Anders gesagt, verdammt weit weg. :mrgreen:

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Re: Tibet -Permit

Beitrag von katarina » 07.01.2010, 10:47

1. Wer muss das Genehmigungsschreiben für Reisen nach Tibet beantragen?
* Personen, die nicht im Besitz eines chinesischen Personalausweises sind – Touristen aus Taiwan
* Personen, die nicht im Besitz eines chinesischen Passes sind – Personen mit ausländischem Pass

2. Welche Reisedokumente brauchen fuer eine Tibet Reise?
Reisedokumente fuer Tibet Reisen: Chian Visum, Tibet Entry Permit (TTB), PSB (Alien's Travel Permit und Military Permission. Welche Reisedokumente brauchen Sie? Es hängt davon ab, Welche Regionen moechten Sie gehen.

3. China Visum + Tibet Entry Permit (TTB): ist ein Muss fuer Personen mit ausländischem Pass, wer nach Tibet gehen möchten.

4. PSB (Alien's Travel Permit):
4.1 Wenn Personen mit ausländischem Pass nicht nur nach Lhasa, sondern auch andere Regionen(z.B Gyantse, Zhangmu, Shannan, Mount Everest usw.) gehen, brauchen sie China Visum + Tibet Entry Permit (TTB) + PSB (Alien's Travel Permit);
4.2 Wenn Personen mit ausländischem Pass nur in Lhasa bleiben, brauchen sie China Visum + Tibet Entry Permit (TTB)

5. Military Permission: Wenn Personen mit ausländischem Pass nach Nyingchi, Yadong, Ngari, Luozha, Cuomei, Cuona usw gehen, brauchen sie China Visum + Tibet Entry Permit (TTB) + PSB (Alien's Travel Permit) + Military Permission;

Reisedokumente fuer Tibet-Reisen ist sehr kompliziert, aber machen Sie sich keine Sorgen, Alle Arten Leute können Tibeterlaubnis durch ein Reisebüro ausgenommen Diplomaten, Journalisten und Regierungsbeamte erhalten, die nach Tibet unter die Anordnung durch das Außenpolitikbüro der Tibetregierung reisen sollten; Reisebüro könnte mit Tibet Erlaubnis die Flugtickets kaufen, und Sie der Kontrollpunkt am Flughafen Tibet Erlaubnis und Flugticket zeigen müssen.

Tibet Entry Permit (TTB)
Bild

PSB (Alien's Travel Permit)
Bild

Quelle: http://www.chinarundreisen.com/tibet-re ... migung.asp" target="_blank

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Re: Tibet -Permit

Beitrag von Jules » 15.01.2010, 18:22

Da ich auch mit dem Gedanken spiele mit meiner Freundin dieses Jahr nach Tibet zu gehen, würde ich gerne wissen, welche Tibet Touristen eine Führer in Tibet brauchen.

Meine Freundin ist Chinesin, daher bräuchte sie wohl keinen Führer.
Da ich aber kein Chinese bin, bräuchte ich wohl einen.

Nun die spannende Frage:
Wenn wir zusammen nach Tibet gehen, brauchen wird dann einen oder nicht?

Brauchen Gruppen einen Führer?
Wenn nein, sind 2 Personen schon eine Gruppe? ;)

Wo finde ich genauere Informationen?
Meine Freundin macht sich gerade von China aus schlau...

Ich hoffe so ein Fall wie diesen gabs schon einmal hier. Wäre toll wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

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Re: Tibet -Permit

Beitrag von aquadraht » 17.01.2010, 19:10

Jules hat geschrieben:Da ich auch mit dem Gedanken spiele mit meiner Freundin dieses Jahr nach Tibet zu gehen, würde ich gerne wissen, welche Tibet Touristen eine Führer in Tibet brauchen.
Meine Freundin ist Chinesin, daher bräuchte sie wohl keinen Führer.
Da ich aber kein Chinese bin, bräuchte ich wohl einen.
Nun die spannende Frage:
Wenn wir zusammen nach Tibet gehen, brauchen wird dann einen oder nicht?
Brauchen Gruppen einen Führer?
Wenn nein, sind 2 Personen schon eine Gruppe? ;)
Wo finde ich genauere Informationen?
Meine Freundin macht sich gerade von China aus schlau...
Ich hoffe so ein Fall wie diesen gabs schon einmal hier. Wäre toll wenn mir jemand weiterhelfen könnte.
Generell empfehle ich das Lonely Planet Thorntree Forum, Thread "Permit Situation Update". Da kriegst Du die neuesten Entwicklungen mit, ok, manchmal auch Gerüchte.

Prinzipiell: Du brauchst einen Führer, und Du bist auch allein eine Gruppe. Der Führer muss beim Tourismusbüro des Autonomen Gebiets Tibet akkreditiert sein.

Die Prozedur für Dich ist so, dass Du bei einem Reisebüro oder in einem der üblichen Hotels/Hostels für Aliens ein Tibet Tourist Permit (TTP) beantragen musst. Dieses wird von Tibet Tourism Bureau in Lhasa ausgestellt und dem Reisebüro zugesandt. Bei Zugreise reicht sogar ein Fax des Permit, bei Flug muss das Original vorliegen (sonst kommst Du nicht in den Flieger).

Wenn Du ausserhalb Lhasas reist, brauchst Du ausser dem Guide noch einen Fahrer. Meistens arrangiert das Reisebüro das alles. In Lhasa ist der Guide nur nötig, um den Jokhang, den Potala, den Norbulingka (nicht sicher) und Ganden und Sera zu betreten. Im Gebiet von Lhasa kannst Du Dich sonst ohne Guide bewegen. Ich habe letztes Jahr meinen Aufenthalt in Lhasa um mehrere Tage verlängert, und den Guide nur für einen Tag davon für eine Besichtigung genommen. Das Reisebüro hat die Verlängerung problemlos durchgekriegt (das hängt aber von der Gesamtwetterlage in Tibetangelegenheiten ab).

Empfehlenswert ist, alle Tibetbuchungen zu machen, wenn man in China ist. Die Botschaften sind zum Teil misstrauisch, wenn man nach Tibet will, und die Visaerteilung kann sich dadurch verzögern und eventuell auch verteuern.

Bestimmte Gebiete Tibets kannst Du nur mit einem zusätzlichen "Alien Permit" bereisen. Das sind die meisten Gebiete ausserhalb der ausgetretenen Tourismusrouten, etwa in Richtung Quamdo. In manchen sensiblen Gebieten braucht es zusätzlich ein "military permit" (the name says it all).

Die Regeln sind in ständigem Wandel. Man muss sich informieren, was geht. Beste mir bekannte Reiseagenten sind Tibetan Connections in Xining und Sims in Chengdu.

Viel Erfolg.

a^2

P.S.: Bei Tibetreisen unbedingt die Frage der Empfindlichkeit gegen Höhenkrankheit vorher prüfen. Gegen Höhenkrankheit Empfindliche sollten unter keinen Umständen den Flieger nach Gonggar nehmen.

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Re: Tibet -Permit

Beitrag von Laogai » 17.01.2010, 23:37

Kurze OT-Zwischenfrage:
aquadraht hat geschrieben:Bei Tibetreisen unbedingt die Frage der Empfindlichkeit gegen Höhenkrankheit vorher prüfen.
Kann man sich auf eine Empfindlichkeit bezüglich Höhenkrankheit im Vorfeld der Reise nach oben testen lassen?
Bisher war ich davon ausgegangen, dass hier nur trial and error geht und man nicht sagen kann, wen es in der dünnen Luft erwischt.
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Re: Tibet -Permit

Beitrag von aquadraht » 18.01.2010, 00:23

laogai hat geschrieben:Kurze OT-Zwischenfrage:
aquadraht hat geschrieben:Bei Tibetreisen unbedingt die Frage der Empfindlichkeit gegen Höhenkrankheit vorher prüfen.
Kann man sich auf eine Empfindlichkeit bezüglich Höhenkrankheit im Vorfeld der Reise nach oben testen lassen?
Bisher war ich davon ausgegangen, dass hier nur trial and error geht und man nicht sagen kann, wen es in der dünnen Luft erwischt.
Naja. Wer als Flachländer ein paarmal in den Dolomiten oberhalb 2500m Skifahren war und nie Probleme mit Atemnot oder Kopfschmerzen hatte, ist ein guter Kandidat für keine Höhenkrankheit. Wem bereits beim Überfahren von Alpenpässen regelmässig schwummrig wird, sollte sich vorsehen und mindestens Diamox einpacken. Viagra soll auch helfen :mrgreen: :mrgreen: .

a^2

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Re: Tibet -Permit

Beitrag von Laogai » 18.01.2010, 00:52

aquadraht hat geschrieben:
laogai hat geschrieben:Kann man sich auf eine Empfindlichkeit bezüglich Höhenkrankheit im Vorfeld der Reise nach oben testen lassen?
Naja. Wer als Flachländer ein paarmal in den Dolomiten oberhalb 2500m Skifahren war und nie Probleme mit Atemnot oder Kopfschmerzen hatte, ist ein guter Kandidat für keine Höhenkrankheit.
Also ist mein Wissen um die Höhenkrankheit scheinbar (ich habe nicht weiter recherchiert) auf dem aktuellen Stand.

Somit sind Ratschläge wie ...
aquadraht hat geschrieben:Bei Tibetreisen unbedingt die Frage der Empfindlichkeit gegen Höhenkrankheit vorher prüfen.
... sehr mit Vorsicht zu genießen! Denn die Frage nach der Höhenkrankheit wird nicht durch einen Besuch beim Arzt geklärt, sondern (scheinbar) durch einen Kurztrip in die Dolomiten oder andere Gebirge mit ähnlichen Höhenlagen. Die Kosten für diesen Testausflug in solche Höhen sollte man bei einer Reise nach Tibet unbedingt einkalkulieren!

Und eine Warnung: Die Luft in 3.500 m Höhe oder gar 4.500 m ist noch ein bissel dünner als in 2.500 m. Wer also mit 2.500 m Höhe keine Probleme hat ist keineswegs vor der Höhenkrankheit gefeit!
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Re: Tibet -Permit

Beitrag von aquadraht » 18.01.2010, 01:24

laogai hat geschrieben:..
Somit sind Ratschläge wie ...
aquadraht hat geschrieben:Bei Tibetreisen unbedingt die Frage der Empfindlichkeit gegen Höhenkrankheit vorher prüfen.
... sehr mit Vorsicht zu genießen! Denn die Frage nach der Höhenkrankheit wird nicht durch einen Besuch beim Arzt geklärt, sondern (scheinbar) durch einen Kurztrip in die Dolomiten oder andere Gebirge mit ähnlichen Höhenlagen. Die Kosten für diesen Testausflug in solche Höhen sollte man bei einer Reise nach Tibet unbedingt einkalkulieren]
Und eine Warnung: Die Luft in 3.500 m Höhe oder gar 4.500 m ist noch ein bissel dünner als in 2.500 m. Wer also mit 2.500 m Höhe keine Probleme hat ist keineswegs vor der Höhenkrankheit gefeit!
Mal grundsätzlich: Physiologisch gesehen ist die "Höhenkrankheit" eigentlich keine Krankheit, sondern ein Anpassungsproblem. Die Symptome entstehen auf Grund einer respiratorischen Alkalose: wegen des Abfalls des Sauerstoffpartialdrucks im Blut wird reflektorisch hyperventiliert, dadurch wird das Blut entsäuert. Daraus erfolgen Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen und Halluzinationen, in schweren Fällen steigt der systolische Blutdruck an und verursacht Ödeme in Hirn und Lunge, mit der Folge von Koma und Exitus. Aus diesem Grund sollten auch leichte Symptome sehr ernst genommen werden und sofort absolute Ruhe eingelegt oder abgestiegen werden.

Es gibt zwei entgegenwirkende Reaktionen: Der Körper erzeugt mehr Erythrozyten, dadurch kann mehr von dem weniger zur Verfügung stehenden Sauerstoff umgesetzt werden. Ferner können gut funktionierende Nieren die respiratorische Alkalose ausgleichen und den pH-Wert des Blutes wieder anheben. Entsprechend gibt es zwei Variablen, die die Höhenanpassung beeinflussen: eine gute Nierenfunktion und ein guter Hb-Wert, und Leute, die mit solchen gesegnet sind, haben weniger Problem in grossen Höhen. Diese Funktionen kann man schon im Voraus testen.

Übrigens ist oberhalb ca. 7000m Schluss mit Anpassung. Da hilft nur noch Atemgerät.

Gruss, a^2

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