Meine Meinung zu Tibet-Zerrbilder 1

Tibet liegt im Westen Chinas. Städte in Tibet sind Lhasa (拉萨) und Shigatse (日喀则市),
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Sonnenschein
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Beitrag von Sonnenschein » 06.08.2007, 19:10

Und woher weisst du das? Hast du eine Umfrage da vorgenommen?

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Beitrag von wuseltiger » 06.08.2007, 19:16

Naja Sonnenschein, da sind wir doch wieder bei meinem Ausgangsposting: Freie Wahlen in Tibet! Dann haben wir eine Meinungsumfrage...
Was haben die Chinesen denn zu verlieren, wenn die Tibeter doch so gerne zu China gehören wollen???

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Beitrag von Sonnenschein » 06.08.2007, 20:09

Ich habe nichts gegen freie Wahlen in Tibet und im ganzen China. Dieser Tag wird frueher oder spaeter kommen und China befindet sich auch auf diesem Weg. Aber Eile macht Weile. Vergiss nicht, es war Nixons Handshake mit Mao, nicht der kalte Krieg, der China auf diesen Weg gebracht hat. Es war auch Willy Brandts Entspannungspoliltik, die Deutschland auf den Weg der Vereinigung gebracht hat.

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Beitrag von wuseltiger » 06.08.2007, 20:16

EDIT
Sonnenschein hat geschrieben:Ich habe nichts gegen freie Wahlen in Tibet und im ganzen China. Vergiss nicht, es war Nixons Handshake mit Mao, nicht der kalte Krieg, der China auf diesen Weg gebracht hat. Es war auch Willy Brandts Entspannungspoliltik, die Deutschland auf den Weg der Vereinigung gebracht hat.
Naja da hast du Recht..

Sonnenschein hat geschrieben:Dieser Tag wird frueher oder spaeter kommen und China befindet sich auch auf diesem Weg. Aber Eile macht Weile.
Ich habe aber den Eindruck, dass nicht alle Chinesen diese Meinung teilen und ihr Vaterland nur aus Nationalstolz verteidigen, ohne sich ernstahft Gedanken zu machen, was sie eigentlich verteidigen.
Und die chinesische Haltung, zu behaupten, dass es keine Menschenrechtsverletzungen in China gibt und dies nur eine Erfindung des Westens sei (warum sollten wir das eigentlich erfinden?) bringt euch diesem Ziel nicht unbedingt näher...


Achso zu deiner Frage: http://www.vorleser.net/

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Beitrag von Sonnenschein » 06.08.2007, 20:33

Danke, Wusel, Vorleser kenne ich schon. Es ist meine Schatzkammer außer br-online und DW.

Ich bin dagegen, dass man alles black in black malt. z. B. den Parteichef Hu finde ich etwas steif. Aber den Premier Wen finde ich sehr intelligent und liebenswürdig. Diese Leute sind ja keine blutrünstigen Monster, wie man oft im Westen denkt, weil man so brainwashed wird von der westlichen Propaganda. Leute wie du, die China kennen, sollen etwas dagegen tun.

Talking about Nationalstolz. Natürlich ist es Okay für dich, deine Mutter zu kritisieren. Aber du wirst dich sicher ärgern, wenn ich deine Mutter kritisiere. Gibt es ein deutsches Sprichwort dazu? Genau so ist es, dass ein Deutscher, der seine Regierung oft kritisiert, die Regierung verteidigt, sobald ein Außenseiter versucht, sich nur negativ über die deutsche Regierung zu äußern. Heine hat mal gesagt: "Denke ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht." Würdest du nicht sagen, dass er Deutschland sehr geliebt hat?

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Beitrag von Bellerophon » 07.08.2007, 00:03

Also ich hab nie behauptet, dass ich genau wüsste, was die Tibeter wollen. Ich habe ja auch geschrieben "die Tibeter wollen wohl..." (zugegeben: ein schwacher Konjunktiv)
Zumindest behauptet ja die Exilregierung, zu wissen, was die Tibeter wollen...

Aber wenn du, Sonnenschein, der Meinung bist, man müsse den Chinesen Zeit geben, bis sie ihre eigenen freien Wahlen einrichten, ist ja den Tibetern, die möglicherweise keine Chinesen sein wollen, auch nicht geholfen.

Ich für meinen Teil kann sehr wohl Kritik an meinem Heimatland einstecken, wenn sie gerechtfertigt ist, obwohl ich zuweilen patriotische Gefühle hege.

Aber was mich stört, ist zum Beispiel "westliche Propaganda". Es mag ja hierzulande durchaus einiges verdreht oder vereinfacht werden. Aber wer es genau wissen will, der hat immer die Möglichkeit verhältnismäßig vielseitige Informationen einzuholen.

Im Übrigen kann ich nicht erkennen, dass speziell die europäischen Länder auf Konfrontationskurs mit China gehen. Es sieht also nach außen hin alles sehr schön entspannt aus...

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Beitrag von Sonnenschein » 07.08.2007, 00:29

Zumindest behauptet ja die Exilregierung, zu wissen, was die Tibeter wollen
Und wie kann die Exilregierung wissen? Die ist auch nicht demokratisch gewaehlt worden. Die selbe Regierung war verantwortlich fuer grauenvolle Sklaverei. Jemand der ein Orakel als Berater befragt darf sich gar nicht als Sprecher eines Volkes nennen. Das ist eine Beleidigung fuer die Intelligenz der Tibeter.

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Beitrag von Bellerophon » 07.08.2007, 00:50

Woher zum Henker soll ich denn das wissen? Ich hab ja auch nur gesagt, dass sie behauptet...

Aber es gibt ja zumindest Niemanden, der es am Ende widerlegen kann, weil es ja keiner so genau wissen kann...Also immer her mit den freien Wahlen oder zumindest Meinungsumfragen!! Aber die sind ja leider unrealistisch.

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Beitrag von Sonnenschein » 07.08.2007, 01:06

Genau, du kannst es nicht wissen. Aber du scheinst ihr (der Exilregierung) zu glauben. http://f27.parsimony.net/forum67519/messages/19924.htm

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Beitrag von Bellerophon » 07.08.2007, 01:51

Es gibt ja auch ein paar Gründe es zu glauben...
immerhin wurde Tibet nicht ganz freiwillig von China annektiert. Aufstände gegen den chinesischen Staat gab es auch schon, ( siehe auch: Wikipedia/Tibet)

Und den Grischa..., den kenne ich schon. Und der konnte mich auch schon nicht überzeugen. Der gibt sich selbst als glühender Verfechter der KP.

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Beitrag von Yuan Qi » 07.08.2007, 01:53

Hallo alle zusammen,

zum ersten muss ich sagen, Dalai Lama ist nicht der einzige sg. Geistführer in Tibet. Er ist ein einflussreichster. Er kann leider noch nicht alle Tibeter vertreten.

zum zweiten, Buddhismus ist nach Ansicht des Buddhisten nicht sg. Religion. Buddismus nennt man in China 佛教. d.h. Lehre von Buddha.

Buddha bedeutet auf chinesisch, 自觉 觉他, 觉行圆满。Er ist ein Mensch, der die Wahrheit der Kosmos kennt. Jeder Mensch sogar andere Lebenswesen hat kein andere Eigenschaft als Buddha, nur der oder sie momentan die Wahrheit nicht mehr kennen können. Es gab und gibt keinen religösen Führer auf Ebene des Buddhismus, der anders klassifizieren kann als den anderen und als allmächtiger gegenüber den anderen ist.

Was Dalai Lama gemacht hat, ob es buddhistischen Theorien entspricht. ich darf nicht beurteilen. auf Dalai Lama darf und will ich auch nicht kritisieren. weil ich ihn nicht gutkenne. Ich habe vollen Respekt vor ihm. aber Respekt heisst nicht zuneigung und zustimmen. Ich darf jedoch daran Zweifel habe, als derjenige der bisschen Ahnung von Buddhismus hat. Aus seiner Tat kann ich leider nicht feststellen, dass er ein echter buddhist ist. aber ich kann andersrum auch nicht behaupten, er ist nicht.

Auf jeden fall kann ich feststellen, dass was er getan hat, dazu geführt hat, ein vereinigte Staat, seine Ganzheit zu gefährden. thoerietisch widerspricht es jedensfalls dem buddhistischen Ziel.

wenn jemand sich für Dalai Lama oder gegen hält, müssen sie mindestens einbisßchen Ahnung von Buddhismus haben. Es schadet nichts, sogar umgekehrt.

Deutschland ist ein sehr schönes und sehr reiches Land. Jeder Deutsche soll daruf stolz sein, dass er sie ein deutsche ist.

China ist ein nicht so schönes und ein sehr armes Land, ich bin trodem stolz daruf, dass ich ein chinese bin. Wir haben einen alten Spruch, 子不嫌母丑,狗不嫌家贫。
当信佛经语深,当信作善得福。 出自 -无量寿经-。

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Beitrag von wuseltiger » 07.08.2007, 12:12

Sonnenschein hat geschrieben:Genau, du kannst es nicht wissen. Aber du scheinst ihr (der Exilregierung) zu glauben. http://f27.parsimony.net/forum67519/messages/19924.htm
das gleiche gilt doch auch für dich: Du kannst nicht wissen was die Tibeter wollen!
Aber wenn wir es wissen wollen, dann muss deine Regierung Wahlen abhalten. Aber das wird sie nicht machen. Deine optimistische Haltung, dass es schon irgendwann so weit sein wird, ist ziemlich abwegig. Die KP WILL ihre Macht nicht abgeben. Warum sollte sie das auch, wenn niemand das fordert?

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Beitrag von wuseltiger » 07.08.2007, 12:24

Yuan Qi hat geschrieben:Hallo alle zusammen,

zum ersten muss ich sagen, Dalai Lama ist nicht der einzige sg. Geistführer in Tibet. Er ist ein einflussreichster. Er kann leider noch nicht alle Tibeter vertreten.

zum zweiten, Buddhismus ist nach Ansicht des Buddhisten nicht sg. Religion. Buddismus nennt man in China 佛教. d.h. Lehre von Buddha.

Buddha bedeutet auf chinesisch, 自觉 觉他, 觉行圆满。Er ist ein Mensch, der die Wahrheit der Kosmos kennt. Jeder Mensch sogar andere Lebenswesen hat kein andere Eigenschaft als Buddha, nur der oder sie momentan die Wahrheit nicht mehr kennen können. Es gab und gibt keinen religösen Führer auf Ebene des Buddhismus, der anders klassifizieren kann als den anderen und als allmächtiger gegenüber den anderen ist.

Was Dalai Lama gemacht hat, ob es buddhistischen Theorien entspricht. ich darf nicht beurteilen. auf Dalai Lama darf und will ich auch nicht kritisieren. weil ich ihn nicht gutkenne. Ich habe vollen Respekt vor ihm. aber Respekt heisst nicht zuneigung und zustimmen. Ich darf jedoch daran Zweifel habe, als derjenige der bisschen Ahnung von Buddhismus hat. Aus seiner Tat kann ich leider nicht feststellen, dass er ein echter buddhist ist. aber ich kann andersrum auch nicht behaupten, er ist nicht.

Auf jeden fall kann ich feststellen, dass was er getan hat, dazu geführt hat, ein vereinigte Staat, seine Ganzheit zu gefährden. thoerietisch widerspricht es jedensfalls dem buddhistischen Ziel.

wenn jemand sich für Dalai Lama oder gegen hält, müssen sie mindestens einbisßchen Ahnung von Buddhismus haben. Es schadet nichts, sogar umgekehrt.

Deutschland ist ein sehr schönes und sehr reiches Land. Jeder Deutsche soll daruf stolz sein, dass er sie ein deutsche ist.

China ist ein nicht so schönes und ein sehr armes Land, ich bin trodem stolz daruf, dass ich ein chinese bin. Wir haben einen alten Spruch, 子不嫌母丑,狗不嫌家贫。

Du sagst, dass Deutschland reich ist und China arm. Ich frage dich, wer ist dafür verantwortlich, dass China arm ist?

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Beitrag von Sonnenschein » 07.08.2007, 14:13

Ich habe auch nichts behauptet, was ich nicht weiß unlike manche. Freie Wahl ist nur eine natürliche Folge der Öffnung und des Handels. Man hat vor 20 Jahren auch nicht gedacht, dass China heute wirtschaftlich so weit gewachsen und kulturell so offen geworden ist.

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Beitrag von chinavelo » 07.08.2007, 15:32

wuseltiger hat geschrieben:
Sonnenschein hat geschrieben:Genau, du kannst es nicht wissen. Aber du scheinst ihr (der Exilregierung) zu glauben. http://f27.parsimony.net/forum67519/messages/19924.htm
das gleiche gilt doch auch für dich: Du kannst nicht wissen was die Tibeter wollen!
Aber wenn wir es wissen wollen, dann muss deine Regierung Wahlen abhalten. Aber das wird sie nicht machen. Deine optimistische Haltung, dass es schon irgendwann so weit sein wird, ist ziemlich abwegig.
Falls es wirklich eines Tages zu Wahlen kommen sollte, stellt sich die Frage, wer eigentlich wahlberechtigt sein soll! Und schon geht die Diskussion zwischen den Parteien von vorne los!

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