Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Tibet

Tibet liegt im Westen Chinas. Städte in Tibet sind Lhasa (拉萨) und Shigatse (日喀则市),
Bernhard
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Bernhard » 12.06.2012, 19:07

Saiber hat geschrieben:Hoert sich ganz nach "Tibet den Tibern" an oder wie "Deutschland den Deutschen?"
bei allem Verständnis für deine Vaterlandsliebe: Bei jedem Kommentar, der dir nicht passt, gleich die Nazi-Keule schwingen, ist niveaulos.
Saiber hat geschrieben: Ist die unterrichtsprache an Deutschen Schulen nicht auch nur Deutsch und auch nur Deutsch und nicht Friesisch, Bayrisch, Saechsisch, Schwaebisch oder auch Fraenkisch?
begreifst du nicht, dass das etwas ganz anderes ist?
Saiber hat geschrieben: In meiner Familie (alle Mitglieder) sprechen wir neben Mandarin, Kantonesisch auch eine chin. Minderheitensprache, .... In ganz China koennen und beherrschen ueber 98% neben offiziell Mandarin (Beijing) auch noch ihre eigene Provinz-, Dorfsprache bzw. Dialekt.
offensichtlich kennst du nicht den Unterschied zwischen Sprache und Dialekt, bzw. zwischen einer Untergruppierung eines Volkes und einer nationalen Minderheit. Das hätte ich nicht von dir gedacht. Vielleicht machst du dich aber einmal kundig...
Saiber hat geschrieben: Es ist euer eigenes Problem wenn ihr selber dazu nicht faehig seid.
natürlich. Westler sind dumm und können immer nur eine Sprache. Ganz anders die sprachbegabten und intelligenten Chinesen. Die können neben neben Mandarin noch ihren heimischen Dialekt! Ich hau mich weg!
(übrigens: ich dachte, wir sprechen hier über die Situation in China. Was "unser eigenes" Problem damit zu tun hat, leuchtet mir nicht ganz ein)
Saiber hat geschrieben: Und in welcher Sprache wird denn in der Schweiz unterrichtet?
ich bin zwar kein Schweizer, aber ich kann trotzdem sagen: In der deutschen Schweiz wird auf deutsch unterrichtet, in der französischen auf französisch, in der italienischen auf italienisch. Nur das Rätoromanische ist da ein bisschen im Hintertreffen, weil es einfach zu wenige Sprecher gibt. Aber selbst da gibt es m.W. noch Schulen, in denen Rätoromanisch die Unterrichtssprache ist.
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Bernhard » 12.06.2012, 19:20

Aremonus hat geschrieben: Es gibt hier ganz klare Assimilationsbestrebungen.
das wage ich zu bezweifeln.
Ich kenne China zwar nicht so gut wie du, aber ich würde doch mal sagen, dass man echte "Assimilationsbestrebungen" eher nicht ausmachen kann. Das war vielleicht zur Mao-Zeit so, aber heutzutage geht China mit seiner ethnischen Vielfalt und seinen "nationalen Minderheiten" quasi hausieren...
Aremonus hat geschrieben: Andererseits waren die nicht all zu unglücklich darüber - sie erhielten im Rahmen der Minderheitenförderung auch viel einfacheren Zugang zu Top-Universitäten
auf die Gefahr hin, dass ich mir jetzt den Zorn mancher "Patrioten" zuziehe: Die chinesische Regierung hatte durch die Jahrhunderte schon das Bestreben, in ethnisch "kritischen" Gebieten die Elite für sich zu gewinnen bzw. selbst die Elite zu formen und heranzuziehen. Das war in der Tat ein Mittel, diese Gebiete unter Kontrolle zu halten. Ich schätze mal, dass diese Förderung für Studenten ethnischer Minderheiten auch in diesem Licht zu sehen ist. Sicher ist es auch zum Zweck, die ethnischen Minderheiten nicht ins Hintertreffen geraten zu lassen, um keinen Unmut zu erregen. Aber vielleicht nicht nur.
Aremonus hat geschrieben: Zudem ist es auch so, dass zahlreiche Chinesen nach Tibet zwangsumgesiedelt wurden, um Tibet zu einem echten Teil Chinas zu machen. Wer sich weigerte, verlor seinen Job oder bekam anderweitig Probleme.
das mag für Beamte zutreffen. Beamte müssen wohl dorthin gehen, wohin sie geschickt werden. Allerdings ist das wohl nicht auf Tibet beschränkt. Und prozentual können das nicht allzu viele gewesen sein, zumal außer in den großen Städten die ethnischen Tibeter noch die überwältigende Mehrheit stellen. Und ich glaube kaum, das die Han und Hui in Lhasa mehrheitlich zwangsverschickte Beamte sind...

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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Grufti » 12.06.2012, 19:35

Aremonus hat geschrieben: Zudem ist es auch so, dass zahlreiche Chinesen nach Tibet zwangsumgesiedelt wurden, um Tibet zu einem echten Teil Chinas zu machen. Wer sich weigerte, verlor seinen Job oder bekam anderweitig Probleme.

Das viele Chinesen "Zwangsumgesiedelt" werden , glaube ich eher nicht. Nur: durch die Regierungsprojekte werden sicher viele Arbeitslose angelockt, verstärkt sicher noch durch andere Vergünstigungen....wie z. B. die Erlaubnis, offiziell ein zweites Kind bekommen zu dürfen..
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Aremonus » 12.06.2012, 20:02

Das viele Chinesen "Zwangsumgesiedelt" werden , glaube ich eher nicht.
Es ist kein Zwang. Es heisst einfach: Entweder Du gehst in den Tibet oder Du verlierst Deine Stelle beim Staat und steigst in der KP nicht weiter auf.
Ein mir bekannter Familienvater war so vor die Wahl gestellt: Familie oder Tibet. Die Familie nach Tibet umzusiedeln war für ihn keine Option - insbesondere, da seine Familie sehr stark regional vernetzt war und seit Jahrhunderten dort lebte. Er wählte die Familie, verlor seinen Job, sein Amt in der Partei und hat dann eben ein kleines Restaurant aufgemacht und seine Familie damit irgendwie durchgebracht. Das war aber noch in den späten 90ern - gut möglich, dass die Sache nun anders aussieht. Die Tatsache, dass die Han aber nun dort sind, ändert dies nicht. Man muss jetzt damit leben - sonst wird's ziemlich unschön.
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von beowulf » 12.06.2012, 22:33

Aremonus hat geschrieben:
Das viele Chinesen "Zwangsumgesiedelt" werden , glaube ich eher nicht.
Es ist kein Zwang. Es heisst einfach: Entweder Du gehst in den Tibet oder Du verlierst Deine Stelle beim Staat und steigst in der KP nicht weiter auf.
Ein mir bekannter Familienvater war so vor die Wahl gestellt: Familie oder Tibet. Die Familie nach Tibet umzusiedeln war für ihn keine Option - insbesondere, da seine Familie sehr stark regional vernetzt war und seit Jahrhunderten dort lebte. Er wählte die Familie, verlor seinen Job, sein Amt in der Partei und hat dann eben ein kleines Restaurant aufgemacht und seine Familie damit irgendwie durchgebracht. Das war aber noch in den späten 90ern - gut möglich, dass die Sache nun anders aussieht. Die Tatsache, dass die Han aber nun dort sind, ändert dies nicht. Man muss jetzt damit leben - sonst wird's ziemlich unschön.
Dann war er Beamter. Das ist wohl etwas ganz anderes als "Zwangsumsiedlung". Wenn man von der Firma in eine andere Filiale geschickt wird, ist das dann auch "Zwangsumsiedlung"? Wenn man von der Kirche in eine Gemeinde geschickt wird, nennt man das dann auch "Zwangsumsiedlung"?

Übrigens ist dein Bekannter - wie du selbst sagst - nicht umgezogen. Was woll klar sagt, dass es keine "Zwangsumsiedlung" war.

Das Thema ist politisch aus einer ganz anderen Warte zu betrachten. Beamte mit nicht tibetischen Hintergrund wurden/werden bevorzugt in "Unruhegebiete" geschickt, weil den einheimischen Beamten nicht wirklich getraut wird. Das kann man kritisieren oder als Beweis heranziehen, dass nicht alles Eitel Sonnenschein ist. Es ist aber nochmals keine "Zwangsumsiedlung".

Das z.B. war eine Zwangsumsiedlung: http://de.wikipedia.org/wiki/Korjo-Saram

"1937 gab es Berichte über koreanische Spione in Russland, die für Japan arbeiteten. Stalin und Molotow beschlossen daraufhin, die koreanische Minderheit aus dem russischen fernen Osten nach Zentralasien, außerhalb des japanischen Einflussbereichs, zu deportieren.[5] Noch im selben Jahr wurde dann fast die komplette koreanische Minderheit umgesiedelt. In ihrer neuen Heimat trafen die Korjo-Saram auf große Schwierigkeiten. Die meisten von ihnen waren zuvor Reisbauern und Fischer und konnten sich an die trockene zentralasiatische Umgebung nur schwer anpassen. Schätzungen zufolge starben bis zu 40.000 Koreaner in den ersten Jahren nach der Deportation.[6]"

Die falsche Wortwahl kritisiere ich hier gezielt weil es ein gern verwendetes Propagandavokabel der Exil Tibeter ist. Welches natürlich in unseren Medien, nie hinterfragt wird.

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Freeze Tibet!

Beitrag von Laogai » 12.06.2012, 23:32

Bernhard hat geschrieben:
Aremonus hat geschrieben:Andererseits waren die nicht all zu unglücklich darüber - sie erhielten im Rahmen der Minderheitenförderung auch viel einfacheren Zugang zu Top-Universitäten
auf die Gefahr hin, dass ich mir jetzt den Zorn mancher "Patrioten" zuziehe: Die chinesische Regierung hatte durch die Jahrhunderte schon das Bestreben, in ethnisch "kritischen" Gebieten die Elite für sich zu gewinnen bzw. selbst die Elite zu formen und heranzuziehen. Das war in der Tat ein Mittel, diese Gebiete unter Kontrolle zu halten.
Auf die Gefahr hin jetzt für einen "chinesischen Patrioten" gehalten zu werden... :wink:

Sich die Elite eines Nachbarvolks zum Freund zu machen ist natürlich ein geschickter Schachzug, um das Volk im Zaum zu halten, das haben die Chinesen in der Tat über lange Zeit praktiziert.

Aber die Situation heutzutage mit klar definierten Staaten und Staatsangehörigkeiten ist eine ganz andere. Wenn ich die Minderheiten in meinem Staat wirklich ruhig stellen -sprich unterdrücken- möchte würde ich ihnen doch jeglichen Zugang zu Bildung verweigern und somit verhindern, dass sich Eliten bilden (ha, ein kleines Wortspiel) können!

Was Aremonus geschrieben hat stimmt übrigens nur zum Teil. Tibetische Schüler haben nicht einen einfacheren Zugang zu Top-Universitäten, sondern überhaupt leichtere Bedingungen, um die Gaokao (高考, Prüfung zur Zulassung an einer Universität) zu bestehen. Während Han-Chinesen z.B. 1000 Punkte bei der Prüfung benötigen, reichen einem tibetischen Schüler nur 600 Punkte. Die Zahlen sind jetzt aus der Luft gegriffen, wer das richtige Verhältnis kennt möge sie bitte hier posten!

Dieser Vorzug gilt übrigens für alle Minderheiten, allerdings mit unterschiedlichem Verhältnissen bei der Punktezahl! Ein Angehöriger der Zhuang zum Beispiel muss mehr Punkte für die Hochschulaufnahme vorweisen als ein Tibeter. Tibetische Studenten müssen von allen Minderheiten mit am wenigsten Punkte für die Hochschulzulassung erreichen.

So übelst werden die armen Tibeter von den bösen Chinesen unterdrückt...
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Re: Freeze Tibet!

Beitrag von Bernhard » 12.06.2012, 23:48

laogai hat geschrieben: Sich die Elite eines Nachbarvolks zum Freund zu machen ist natürlich ein geschickter Schachzug, um das Volk im Zaum zu halten, das haben die Chinesen in der Tat über lange Zeit praktiziert.
es geht nicht um Nachbarvölker, sondern um eigene (vorzugsweise erst kürzlich eroberte) Gebiete.
laogai hat geschrieben: Wenn ich die Minderheiten in meinem Staat wirklich ruhig stellen -sprich unterdrücken- möchte würde ich ihnen doch jeglichen Zugang zu Bildung verweigern und somit verhindern, dass sich Eliten bilden (ha, ein kleines Wortspiel) können!
nein. Das führt zu einem Gefühl der Unterdrückung und Benachteiligung und damit definitiv nicht zur Befriedung.
laogai hat geschrieben: So übelst werden die armen Tibeter von den bösen Chinesen unterdrückt...
Minderheiten werden teilweise bevorzugt, wie schon dargelegt. Allerdings IM RAHMEN des herrschenden Systems. Vielleicht ein bisschen so, wie die Briten es in ihrem Empire gemacht haben (um jetzt empörten Aufschreien zuvorzukommen: nein, ich halte China nicht für ein Kolonialreich, zumindest nicht durchgehend; nur diese eine Methodik ist ähnlich)

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Re: Freeze Tibet!

Beitrag von Laogai » 13.06.2012, 00:06

Bernhard hat geschrieben:
laogai hat geschrieben:Sich die Elite eines Nachbarvolks zum Freund zu machen ist natürlich ein geschickter Schachzug, um das Volk im Zaum zu halten, das haben die Chinesen in der Tat über lange Zeit praktiziert.
es geht nicht um Nachbarvölker, sondern um eigene (vorzugsweise erst kürzlich eroberte) Gebiete.
Dafür hätte ich gerne mal ein Beispiel.
Zur Erinnerung:
Bernhard hat geschrieben:Die chinesische Regierung hatte durch die Jahrhunderte schon das Bestreben, in ethnisch "kritischen" Gebieten die Elite für sich zu gewinnen bzw. selbst die Elite zu formen und heranzuziehen.
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Beitrag von Laogai » 13.06.2012, 00:22

Bernhard hat geschrieben:Minderheiten werden teilweise bevorzugt, wie schon dargelegt. Allerdings IM RAHMEN des herrschenden Systems.
Bernhard, überdenke nochmal was du da geschrieben hast, bevor dich andere in der Luft zerreißen :wink:
In welchem anderen Rahmen sollen denn sonst Minderheiten bevorzugt werden?
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von ingo_001 » 13.06.2012, 00:48

Peter111 hat geschrieben:ja der Peter war schon 2 mal fuer 3 Wochen in Tibet, das ist glaube ich mehr als die meisten die nur Mist hier schreiben
Und nun?
Ist also alles Mist, was nicht Deine Sichtweise wieder gibt?
Krititische Anmerkungen sind unerwünscht?

Tja, dann bist Du nicht anders als die chin. Regierung.
Nur dass Du eben die rosarote Tibet-Brille aufhast - während die chin. Regierung (aus ihrer Sicht) grundsätzl. nur gutes in Tibet tut.

Man sollte Informationsquellen grundsätzl. immer kritisch hinterfragen, weil deren Urheber meist immer eigennützige Zwecke verfolgen.
Ich habs mir deshalb schon vor Langem angewöhnt, mir ne eigene Meinung zu bilden, was m.E. nur dann mögl. ist, wenn man mehrere Info-Quellen hat, welche natürl. die jeweils unterschiedl. Sichtweisen beinhalten.

Die Welt ist nicht schwarz/weiss - auch wenns herrlich bequem ist den vorgekauten Info-Brei zu schlucken ...

Eigenes (auch und gerade kritisches) Nachdenken???
Oh, nein ... nur das nicht - das vorgekaute Weltbild könnte ja Risse bekommen :shock:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von ingo_001 » 13.06.2012, 01:03

Peter111 hat geschrieben:weil ich nich immer Zeit hjabe. Es soll Menschen geben die ihr Geld mit arbeit machen.
Da hab ich ne unglaubl. Neuigkeit für Dich:
Mit dem "Problem" hat hier die überwiegende Mehrheit zu kämpfen (me too).
Du bist hier also alles andere als eine Ausnahme.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Saiber » 13.06.2012, 07:40

Bernhard hat geschrieben:bei allem Verständnis für deine Vaterlandsliebe: Bei jedem Kommentar, der dir nicht passt, gleich die Nazi-Keule schwingen, ist niveaulos.
Wasn fuer ne Keule? Bei jedem Kommentar? lol, Deine Auffassungsgabe ist nicht nur begrenzt sondern schon nicht mehr vorhanden.

Er will Tibet fuer Tibeter genauso manche Deutsche Deutschland fuer Deutsche fordern. In der gleichen Ecke ist diese Erlaeuterung einzuordnen und nicht anders.
begreifst du nicht, dass das etwas ganz anderes ist?
Null Auffassungsgabe und auch noch duerftig in der Vorstellung. Was ist denn so anders daran. In Pruefungsaufgaben wird Deutsch und auch nur allein Deutsch als Deutsche Sprache in Schrift, Grammatik, Rechtschreibung und Satzaufbau akzeptiert und nicht anders. Mia San Mia?

Chinesen in Tibet muessen die gleichen Staatsexamen ablegen wie alle anderen Chinesen aus anderen Provinzen und das in Mandarin und nicht in Tibetisch.
offensichtlich kennst du nicht den Unterschied zwischen Sprache und Dialekt, bzw. zwischen einer Untergruppierung eines Volkes und einer nationalen Minderheit. Das hätte ich nicht von dir gedacht. Vielleicht machst du dich aber einmal kundig...
lach...., :lol: :lol: :lol:
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.

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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von beowulf » 13.06.2012, 08:07

Er will Tibet fuer Tibeter genauso manche Deutsche Deutschland fuer Deutsche fordern. In der gleichen Ecke ist diese Erlaeuterung einzuordnen und nicht anders.
Die Ecke ist die Gleiche. Das ist eine nationalistische Forderung. Im Gegensatz zum deutschsprachigen rechten Eck, steht nicht die Ausländerfeindlichkeit, sondern die Gründung eines eigenen Nationalstaates im Zentrum. Ein doch wichtiger Unterschied - aber, mit diesen Forderungen (genauso wie mit Free Tibet) wird aber die Aussage nicht Unabhängigkeit sondern wirkliche Autonomie anzustreben, unterwandert. Für kulturelle Autonomie braucht man keinen aggressiven Nationalismus.

Weiters ist die Frage wie das Zusammenleben zwischen Han und Tibetern zukünftig aussehen soll aber auch ein Thema bei den Exiltibetern:

derStandard.at: Was würde mit den Millionen Han-Chinesen passieren, die heute in Tibet wohnen?

Lobsang Sangay: Han-Chinesen und Tibeter haben immer schon nebeneinander gelebt, tausende Jahre lang. Der Geburtsort des Dalai Lama etwa war damals schon hauptsächlich von Chinesen bewohnt. Ich habe in Harvard hunderte Chinesen kennengelernt, viele meiner Freunde sind Chinesen. Es geht nicht um die Menschen, sondern um die Hardliner in Peking, die die Völker gegeneinander aufhetzen. Wir haben uns natürlich überlegt, was wir gegen die Aushöhlung der tibetischen Identität im Falle einer echten Autonomie tun könnten. Denn wenn die Han-Chinesen uns überrollen, verliert die Autonomie ihren Sinn. Aber gerade wenn wir innerhalb Chinas bleiben, sind wir ja an die Gesetze Chinas gebunden, die logischerweise jede Diskriminierung von Han-Chinesen verbieten.

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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von happyfuture » 13.06.2012, 08:35

beowulf hat geschrieben:
Aremonus hat geschrieben:
Das viele Chinesen "Zwangsumgesiedelt" werden , glaube ich eher nicht.
Es ist kein Zwang. Es heisst einfach: Entweder Du gehst in den Tibet oder Du verlierst Deine Stelle beim Staat und steigst in der KP nicht weiter auf.
Ein mir bekannter Familienvater war so vor die Wahl gestellt: Familie oder Tibet. Die Familie nach Tibet umzusiedeln war für ihn keine Option - insbesondere, da seine Familie sehr stark regional vernetzt war und seit Jahrhunderten dort lebte. Er wählte die Familie, verlor seinen Job, sein Amt in der Partei und hat dann eben ein kleines Restaurant aufgemacht und seine Familie damit irgendwie durchgebracht. Das war aber noch in den späten 90ern - gut möglich, dass die Sache nun anders aussieht. Die Tatsache, dass die Han aber nun dort sind, ändert dies nicht. Man muss jetzt damit leben - sonst wird's ziemlich unschön.
Dann war er Beamter. Das ist wohl etwas ganz anderes als "Zwangsumsiedlung". Wenn man von der Firma in eine andere Filiale geschickt wird, ist das dann auch "Zwangsumsiedlung"? Wenn man von der Kirche in eine Gemeinde geschickt wird, nennt man das dann auch "Zwangsumsiedlung"?

Übrigens ist dein Bekannter - wie du selbst sagst - nicht umgezogen. Was wohl klar sagt, dass es keine "Zwangsumsiedlung" war.

[...]

Die falsche Wortwahl kritisiere ich hier gezielt weil es ein gern verwendetes Propagandavokabel der Exil Tibeter ist. Welches natürlich in unseren Medien, nie hinterfragt wird.
Sehr gut angemerkt und ich hoffe, dass dies unserem Geschichtsschreiber verhilft, speziell dieses Thema aus einem "neutralen" Blickwinkel zu betrachten.

Auch ich kenne Menschen in China, die wiederum behaupten einen zu kennen, der bezüglich "Zwangsumsiedlung" gesagt hat ... :lol: :lol:

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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Saiber » 13.06.2012, 08:53

Aremonus hat geschrieben:Zudem ist es auch so, dass zahlreiche Chinesen nach Tibet zwangsumgesiedelt wurden, um Tibet zu einem echten Teil Chinas zu machen. Wer sich weigerte, verlor seinen Job oder bekam anderweitig Probleme.
Aremonus hat geschrieben:Es ist kein Zwang.
kein "Zwang" aber "zwangsumgesiedelt"? Ich nix verstehen.... :roll:
Aremonus hat geschrieben:Es heisst einfach: Entweder Du gehst in den Tibet oder Du verlierst Deine Stelle beim Staat und steigst in der KP nicht weiter auf.
Ein mir bekannter Familienvater war so vor die Wahl gestellt: Familie oder Tibet. Die Familie nach Tibet umzusiedeln war für ihn keine Option - insbesondere, da seine Familie sehr stark regional vernetzt war und seit Jahrhunderten dort lebte. Er wählte die Familie, verlor seinen Job, sein Amt in der Partei und hat dann eben ein kleines Restaurant aufgemacht und seine Familie damit irgendwie durchgebracht.
Ach so!!!! So ist wohl euere Interpretation von Zwangsumsiedlung. Da muss ich doch wirklich was verpasst haben.
Und eine "bekannter Familienvater" unterstreicht natuerlich auch noch das Wahrhaftige darin.

:lol: :lol: :lol:



beowulf hat geschrieben:Sangay:.....Es geht nicht um die Menschen, sondern um die Hardliner in Peking, die die Völker gegeneinander aufhetzen. Wir haben uns natürlich überlegt, was wir gegen die Aushöhlung der tibetischen Identität im Falle einer echten Autonomie tun könnten.....
Und wo ist da ihre Fairness? Sind es immer nur die Hardliner in Peking, die aufhetzen oder nicht doch auch die Exiltibeter und deren "Exilregierung um den Dalai Lama?". Denn genau die sind es die in Tibet staendig Unruhe stiften, provozieren um an Bilder mit Greultaten der chin. Armee zu kommen um es in regelmaessigen Abstaenden der Welt zu praesentieren.
Sie sprechen von Aushoehlung der tibetischen Identitaet, aber haben eigentlich nur mehr Angst davor selbst an Einfluss zu verlieren und deshalb wollen sie sich immer wieder in Erinnerung rufen.
Sie sprechen von Verlust der tibetischen Kultur. Nun, wenn der Verlust der Gottesstaat Tibet und Sklaverei ist, dann nur richtig so, denn keiner sollte dem nachweinen.

Die restliche tibetische Kultur wird nicht untergehen sowie es viele andere Volkskulturen in China nicht taten und tun. Noch immer werden diese Nicht-Han Traditionen und Feste der anderen Voelker gepflegt und gefeiert. Im Einklang mit dem vorhandenen Gesetzen natuerlich.
Denn wenn die Han-Chinesen uns überrollen, verliert die Autonomie ihren Sinn.
Das ist hier der Punkt! Sie erwaehnt in nur einen Satz Autonomie im Verbund Chinas und gleichzeitig auch Han-Chinesen des Verbundes China als Fremdkoerper und unerwuenschte Invasoren. Ein Widerspruch was belegt, dass deren Autonomiebestrebungen nichts anderes ist als ein hervorgehaltenes Faecher fuer Unabhaengigkeit, welches sie niemals erreichen werden koennen. Sie sagte es ja selber. Han-Chinesen leben in vielen Gegenden Tibets schon seit Jahrhunderten in der Ueberzahl. Also ist das nichts Neues.
Aber gerade wenn wir innerhalb Chinas bleiben, sind wir ja an die Gesetze Chinas gebunden, die logischerweise jede Diskriminierung von Han-Chinesen verbieten.
Sie hat es erfasst.
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.

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