mit Fahrrad durch Tibet

Tibet liegt im Westen Chinas. Städte in Tibet sind Lhasa (拉萨) und Shigatse (日喀则市),
katarina
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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von katarina » 28.10.2010, 03:57

Cool! good luck to you!

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DaWei
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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von DaWei » 28.10.2010, 09:59

Wann soll es denn los gehen? Ich wollte eventuell irgendwann im Sommer 2011 nach Tibet, hab aber auch noch nichts Richtiges geplant.
Disclaimer: Alles, was ich schreibe, widerspiegelt nur meine persönliche Meinung und/oder Erfahrungen. Sollte ich dabei Gefühle verletzt oder jemand beleidigt haben, entschuldige ich mich von ganzem Herzen, denn dies liegt nicht in meiner Absicht.

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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von arrow » 31.10.2010, 17:05

you_04 hat geschrieben:Hallo alles zusammen,

Ich habe mir in den Kopf gesetzt mit dem Fahrrad durch Tibet zu radeln.....
Muss ja nicht gleich die Provinz Tibet sein, das Hochland von Tibet hast Du auch in der Provinz Qinghai. Hoehentechnisch auch zwischen 2000 und 5000Metern. Grosser Vorteil ist, Du brauchst keinen Touguide und findest auch jede Menge tibetische Kultur.
Ich weiss ja nicht wie gut Du trainiert bist, aber unterschaetze die Hoehe nicht. Ausserdem musst Du die Route extrem gut planen, da die Gegend recht duenn besiedelt ist, sprich von einem annehmbaren Hotel zum naechsten koennen schon mal 200km liegen.
Weiteres Problem: Radwanderwege ala "Donauradwanderweg" wirst Du dort vergebens suchen. Bleiben nur die oeffentlichen Strassen, was a lebensgefaehrlich und b nicht besonders reizvoll ist.
Wenn dann eh nur in einer Gruppe, alleine nie.
Nur um sagen zu koennen: "Ich bin mit dem Fahrrad durch Tibet geradelt...." wuerde ich das nicht auf mich nehmen.

A. der taeglich durch Tibet radelt...
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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von Laogai » 01.11.2010, 00:20

arrow hat geschrieben:Muss ja nicht gleich die Provinz Tibet sein, das Hochland von Tibet hast Du auch in der Provinz Qinghai. Hoehentechnisch auch zwischen 2000 und 5000Metern.
Stimmt. Anregungen für eine mögliche Route kann man sich auch bei den Sabbatradlern (20.09.2009 und Folgetage) oder hier holen (beides übrigens mittels GPS-Empfänger aufgezeichnet :P).
arrow hat geschrieben:Grosser Vorteil ist, Du brauchst keinen Touguide und findest auch jede Menge tibetische Kultur.
Ich weiß was du in diesem konkreten Fall meinst.
Aber ich wage zu behaupten dass jemand, der mit einem erfahrenen Reiseleiter eine dreiwöchige Fahrradtour durch China macht mehr über das Land erfährt als jemand, der ohne Sprachkenntnisse zwei Monate auf eigene Faust radelt.
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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von arrow » 02.11.2010, 07:28

laogai hat geschrieben:Aber ich wage zu behaupten dass jemand, der mit einem erfahrenen Reiseleiter eine dreiwöchige Fahrradtour durch China macht mehr über das Land erfährt als jemand, der ohne Sprachkenntnisse zwei Monate auf eigene Faust radelt.
Problem wird sein, einen Chinesen zu finden, der 3 Wochen neben Dir her radelt. Wie gesagt, wenn dann eh nur in einer Gruppe so wie die Sabbatradler (guter link). :mrgreen:
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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von Lars.HA » 07.07.2015, 07:27

Also ich bin einmal von Xi'an nach Shanghai mit dem Rad im Winter vor 10Jahren.

Nie wieder mit einem normalen Rad.

Nur noch mit dem Faltrad , das darf und kann mit in den Reisebus, in den Schellzug, in die Ubahn , mit dem Flugzeug mit.

es gibt Etappen die man sich sparen möchte, und wenn man dann einen LKW suche. Möchte wird das kompliziert.

Faltrad ist definitiv vorzuziehen. und wer es sich leisten kann sollte eine Rohloff-Nabe einbauen

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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von Taifun » 09.07.2015, 15:43

you_04b hat geschrieben:Also bliebe nur eine geführte Tour. Da muss ich mal schauen, der Tipp mit Spinn-Cafe wird wohl Gold wert sein. Ich halte euch auf dem Laufenen :)
Was ist aus der Tour geworden, Yu? Wer's auch versuchen möchte, kann ja eine gebuchte Tour von ein paar Tagen bezahlen und den Rest des Aufenthalts in Lhasa bleiben. Und wenn das Fahrrad nach 6 Tagen mit dem Lkw endlich da ist, geht's erst richtig los! Und zwar genau auf der Route der gebuchten Tour - da siehst du viel mehr als aus dem Auto heraus, und kannst Abstecher machen, so weit das Auge reicht. Ist aber nur 'was für Idealisten, oder?

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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von jackie_chan » 09.07.2015, 16:35

Euch ist schon klar wie hoch Tibet liegt? Ohne Höhenanpassung ist das die reinste Folter, macht keinen Spaß und kann evtl. echt gefährlich werden. Tibet ist in weiten Teilen pure Wildnis, mal eben zum Supermarkt gehen ist da nicht. Und dieser chin. Pilz (oder was auch immer das ist) gegen Höhenkrankheit den viele Chinesen nehmen bzw. darauf schwören bekämpft nur die Symptome. Rebound vorprogrammiert. Alles was Lhasa verlässt sollte sorgfältig geplant werden (ist es nicht so dass man ohne ständigen Begleiter gar nicht alleine herumreisen darf?)...

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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von Laogai » 09.07.2015, 16:44

Taifun hat geschrieben:Was ist aus der Tour geworden, Yu?
Das wird dir you_04b nicht mitteilen können, denn er ist nicht mehr in diesem Forum (Der von dir ausgewählte Benutzer existiert nicht).
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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von Taifun » 09.07.2015, 17:28

Schade, Laogai, das hab' ich also übersehen. Schade um jeden Idealisten...

Dann hab' ich wohl auch übersehen,
jackie_chan hat geschrieben:dass man ohne ständigen Begleiter gar nicht alleine herumreisen darf?)...
Wenn das so ist (innerhalb von Lhasa geht das übrigens schon), fährt vielleicht ein Tibeter mit. Nach 14 Tagen, versteht sich. Denn die sind mindestens nötig, um sich an die Höhe anzupassen - korrekt :oops:

Wenn ich also zuerst die Tour buche, und zwar inklusive zwei Wochen Potala-Palast-, Norbu Lingka- und Jokhang-Tempel-Studium vorab, das Fahrrad schicke, dann nach Lhasa fahre und mich die zwei Wochen dort akklimatisiere, könnte die Fahrradtour doch gelingen.

Andere haben das ja auch geschafft: http://www.thelandofsnows.com/cycling-in-tibet/
oder http://www.gonomad.com/47-womens/853-bi ... -the-world
und hier gibt's sogar support: http://www.spiceroads.com/guides/tibet

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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von Laogai » 09.07.2015, 21:31

Taifun hat geschrieben:Wenn das so ist (innerhalb von Lhasa geht das übrigens schon), fährt vielleicht ein Tibeter mit. Nach 14 Tagen, versteht sich. Denn die sind mindestens nötig, um sich an die Höhe anzupassen - korrekt :oops:
Nicht unbedingt. Ich kenne da zufällig einen kleinen deutschen Reiseveranstalter, der auf Radtouren in China und den angrenzenden Ländern spezialisiert ist. Die Strecke von Lhasa nach Kathmandu führt er auch im Programm. Dabei ist man am Anfang nur zwei Tage in Lhasa, bevor es mit der ersten Etappe los geht.

Alle Teilnehmer, die die Tour bisher unternommen haben, haben die Höhe recht gut weggesteckt. Am Anfang ist man natürlich ziemlich kurzatmig und einige bekamen Kopfschmerzen, aber das lies sich mit Aspirin oder dem bereits erwähnten Hong Jing Tian (红景天, als Rosenwurz und somit kein Pilz) ganz gut in den Griff bekommen.
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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von Laogai » 09.07.2015, 23:50

Nochmal kurz zurück:
Lars.HA hat geschrieben:Also ich bin einmal von Xi'an nach Shanghai mit dem Rad im Winter vor 10Jahren.
Nie wieder mit einem normalen Rad.
Nur noch mit dem Faltrad , das darf und kann mit in den Reisebus, in den Schellzug, in die Ubahn , mit dem Flugzeug mit.
Diese Info ist wohl leider schon 10 Jahre alt :(
Fahrräder, auch Falträder, dürfen inzwischen nicht mehr in den chinesischen Zügen als Gepäck mitgenommen werden.
Bei der Fliegerei spielt es kaum eine Rolle ob man ein "normales" Fahrrad oder ein Faltrad dabei hat, beides ist Sonder- bzw. Übergepäck.
Lars.HA hat geschrieben:und wer es sich leisten kann sollte eine Rohloff-Nabe einbauen
Mit "wer es sich leisten kann" sind sicherlich nicht nur die Kosten für die Nabe selbst gemeint,´sondern auch die Kosten die entstehen, wenn die Nabe in China den Geist aufgibt. Dann müssen nämlich Ersatzteile aus Übersee heran geschafft werden, da Rohloff in China unbekannt ist.
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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von chinavelo » 10.07.2015, 08:48

Die R-Dose mag zwar in China unbekannt sein, allerdings gibt es in China zwei Importeure, wobei ich nicht sicher bin, ob der Importeur in Beijing (Fulun Cycles) noch existiert, da das Geschäft bei meinem Besuch im letzten Jahr geschlossen hatte - entweder hatte es dicht gemacht oder es wurde von Grund auf renoviert.

http://www.rohloff.de/de/unternehmen/ko ... index.html

Hinweis an den kleinen deutschen Reiseveranstalter: als ich in der Mitte der 80er Jahre den Gyatso La beradelte war dieser nur 5.220 Meter hoch. Wurde in der Zwischenzeit das Schild mit der (richtigen?) Höhenangabe ausgetauscht?

http://foto.arcor-online.net/palb/alben ... 343464.jpg

Bernd

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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von Laogai » 10.07.2015, 09:19

chinavelo hat geschrieben:Hinweis an den kleinen deutschen Reiseveranstalter: als ich in der Mitte der 80er Jahre den Gyatso La beradelte war dieser nur 5.220 Meter hoch. Wurde in der Zwischenzeit das Schild mit der (richtigen?) Höhenangabe ausgetauscht?
Der Veranstalter teilte mir gerade mit, dass das Schild 2004 ausgetauscht wurde, es trägt nun die korrekte Höhenangabe. Uuuups, das war das falsche Bild :oops:. Hier die Steinstele. Nicht besonders deutlich zu erkennen, aber auf Wikipedia gibt es ein besseres Foto.
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Re: mit Fahrrad durch Tibet

Beitrag von jackie_chan » 10.07.2015, 20:00

Laogai hat geschrieben:[...]Am Anfang ist man natürlich ziemlich kurzatmig und einige bekamen Kopfschmerzen, aber das lies sich mit Aspirin oder dem bereits erwähnten Hong Jing Tian (红景天, als Rosenwurz und somit kein Pilz) ganz gut in den Griff bekommen.
Ah, endlich weis ich was das ist, danke dafür! Sehe diese Pflanze eher etwas skeptisch, kenne ein paar Leute die nach Absetzen des Wirkstoffes in großer Höhe regelrecht eingegangen sind. Werde das mal in den europäischen Alpen austesten, ist, wenn man es denn verträgt und es wirken sollte, besser als Schmerzmittel zu nehmen.

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