Sind die Chinese leicht beleidigt?

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Sind die Chinese leicht beleidigt?

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Jin
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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von Jin » 10.09.2008, 13:04

Ling Ling hat geschrieben:Chinesen erwarten oft, das man ihnen besonderes Verständnis und Aufmerksamkeit entgegenbringt. Umgekehrt hab ich aber oft erlebt, das sie egoistisch ihr Ding durchziehen, auch wenn es offensichtlich ihren Gästen absolut nicht gefällt.

JA JA JA JA!!!!! Und nochmal JA!!! GENAU das habe ich LEIDER auch mit meiner angeheirateten Familie schon x-Mal erlebt!!! *seufz* :!:



Zum eigentlichen Thema zurück: Ja, mein Mann ist höllisch schnell beleidigt! Ich bin auch froh, dass jetzt die China-Berichte wieder abnehmen werden. Die Stimmung war während der Olympiade auf einem absoluten Tiefpunkt hier in der Familie! Er hat sogar die Briefträgerin angezickt und sie wusste nicht einmal was los war! *lol* Wenn IRGENDetwas schlechtes über China berichtet wird heißt es für mich als Ehefrau in Deckung zu gehen.... Hat eh keinen Sinn darüber zu reden. Aber nicht nur wenn es um China - das Land - geht ist mein Mann schnell beleidigt. Das ist er auch in vielen anderen Situationen... Ich war bisher der Meinung, dass wäre halt "typisch Mann". *duck*

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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von de guo xiong » 10.09.2008, 13:12

ferrara hat geschrieben:ein schüler hat früher schlechten ruf in der schule gehabt, wurde auch zu recht von den schulkameraden häufig beschimpft. jetzt will er sich besser benehmen. obwohl er schon vieles dafür getan, und auch viele fortschritte gemacht hat, wird er immer noch so beschimpft wie früher, manchmal sogar noch heftiger, aus welchem grund auch immer. woran sollte er denken eurer meinung nach?
um bei deinem Bild zu bleiben - vielleicht hat er nur das Gefühl, dass er *beschimpft* wird? Das wegen mein Tipp *an Ihn*, vielleicht sollte er seine Einstellung ändern und nicht denken *Alle sind gegen mich* und *Die Hassen mich und sehen nicht das Gute* ....

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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von Topas » 10.09.2008, 13:59

leutchen, leutchen.....ihr wisst gar nicht, wie hart dass Schulleben heut zu Tage ist...
Nicht mit den "lausbubenstreiche" und dem ersten heimlichen Rauchen der 50ger bis 70ger zu vergleichen.....klar , auch da gabs Drogen ect. aber der Umgang war....ich würde es mal doch als weit respektvoller bezeichnen.

Wer heute " Aussenseiter " ist, der muss teilweise Angsthaben, auf dem Feld abgestochen zu werden, oder von den Klassenkameraden gestellt zu werden, um sich bis ins bodenlose Demütigen zu lassen. Ich hab meine Jugend in den 90gern bis zu beginn des Jahrtausends verbracht, und ich weis wovon ich rede. Was ich so mittlerweile mitbekomme, was heute in den Schulen abgeht im Vergleich zu "damals", dann ist dass ja noch brutaler geworden.

Wer in ferarras beschriebener Situation drinsteckt, der hat es verdammt schwer, da raus zu kommen. Die klasse steckt einen in der Schublade, und einmal drin heisst immer drin. Aber den fehler den viele machen , blauäugig weg zu schauen, und in den Raum zu stellen : ja du musst dich nicht immer angegriffen fühlen....Es ist leider tatsache, das diejenigen tatsächlich sich jeden Tag, jede Stunde Hänseleien, Tritzereien und gar Prügel gefallen lassen müssen. Natürlich hinterrücks dass ganze, die sind ja nicht doof. Ich habe es ja selbst mitbekommen, wie dann nach 6 Schuljahren einige Reif für die Klapse waren.....Dass Problem ist halt, dass die ganze klasse wie ein ein Mob wirkt, haut einer drauf, ziehen 20 andere nach.

Aber was solls, so ist dass leben, und ich kann nur jedem Raten, der in einer solchen Situation drin gesteckt hat oder hatte, immer erselbst zu bleiben, immer zu sich selbst zu stehen , immer sich so anzunehmen, wie man ist. Wer dass schafft, und die "hölle" in der Schule durchsteht, der hat etwas fürs Leben, was unsere mobber nie haben werden ! Vorrausgesetzt er hat sich nicht abhängig von den anderen gemacht und dabei seine ureigene persönlichkeit bewahrt ..
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von farandor » 10.09.2008, 14:18

Da hast Du recht Topas,aber ähhm, ich glaube dieser Schüler den Ferrara beschreibt soll eine Metapher für China sein. :wink:
Lesen bedeutet seiner Seele den Weg ins Abenteuerland zu öffnen


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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von Torte » 10.09.2008, 14:20

hallo topas,

ich war der meinung, dass ferrara von einem chinesen spricht (weil er ja selber einer zu sein scheint). Ich denke das Schulleben in China ist mit dem hier nicht zu vergleichen. Der Respekt zu Leistung ist einfach ein anderer, wogegen du hier für deine Leistungen eher als Aussenseiter runtergemacht wirst.
Wenn du vom deutschen Standpunkt ausgehst dann hast du durchaus Recht (und auch meine Unterstützung). Habe sowas ähnliches (ebenfalls in den 90ern Oo) auch durchmachen dürfen, aber habe mich durchgebissen und irgendwann alles diesbezüglich ignoriert. Für mich waren die entsprechenden Leute alle einfach nur dumm (deswegen mein obiger Kommentar). Mir ist inzwischen alles egal was damals war, ich habe meine Heimatstadt verlassen und habe mir ein neues Leben aufgebaut. Was aus der Schule kommt ist eh nichts für die ewigkeit. Genau das sollte ferraras bekannter auch machen (oder würdest du unter Leuten bleiben die dich nicht respektieren?)
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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von Topas » 10.09.2008, 14:21

Och , ist doch nicht so schlimm....dass kreativiert dass ganze noch etwas.....quasi als Sahnehäubchen auf den Kuchen !
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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von de guo xiong » 10.09.2008, 14:44

ich bin auch mal davon ausgegangen, dass *der arme Schüler* = China ist ...

naja vielleicht bin ich zu kreativ ;)

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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von Yingxiong » 10.09.2008, 15:26

Ja,ja!

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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von Flieder » 10.09.2008, 16:40

Jin hat geschrieben:
Ling Ling hat geschrieben:Chinesen erwarten oft, das man ihnen besonderes Verständnis und Aufmerksamkeit entgegenbringt. Umgekehrt hab ich aber oft erlebt, das sie egoistisch ihr Ding durchziehen, auch wenn es offensichtlich ihren Gästen absolut nicht gefällt.

JA JA JA JA!!!!! Und nochmal JA!!! GENAU das habe ich LEIDER auch mit meiner angeheirateten Familie schon x-Mal erlebt!!! *seufz* :!:



Zum eigentlichen Thema zurück: Ja, mein Mann ist höllisch schnell beleidigt! Ich bin auch froh, dass jetzt die China-Berichte wieder abnehmen werden. Die Stimmung war während der Olympiade auf einem absoluten Tiefpunkt hier in der Familie! Er hat sogar die Briefträgerin angezickt und sie wusste nicht einmal was los war! *lol* Wenn IRGENDetwas schlechtes über China berichtet wird heißt es für mich als Ehefrau in Deckung zu gehen.... Hat eh keinen Sinn darüber zu reden. Aber nicht nur wenn es um China - das Land - geht ist mein Mann schnell beleidigt. Das ist er auch in vielen anderen Situationen... Ich war bisher der Meinung, dass wäre halt "typisch Mann". *duck*
Deutsche sind auch genau so.
Nur Schmerzenpunkt ist unterschiedlich.
Balancepunkt zu finden ist schon schwer.

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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von Narr » 10.09.2008, 17:02

TaugeNix hat geschrieben:Ob sie leicht "beleidigt" sind, ist schwer zu sagen - aber dass sie sich sehr schnell angegriffen fühlen, würde wohl kaum jemand bestreiten.
Ich frage mich aber, woher diese Einstellung rührt. Mangelndes Selbstbewußtsein? Mangelnde Kritikerfahrung?
Dabei brachte ich das Beispiel: Ich sage "Oh, Zhang Jie ist bei den Open in England im Halbfinale ausgeschieden.." - als Antwort bekomme ich zu hören: "Was willst du damit sagen? Chinesische Tennisspieler sind nicht schlechter als die westlichen! Das ist eine Beleidigung des ganzen chinesischen Volkes!!".

Mindestens :roll:

Meine Freundin ist zwar nicht so, kann aber wohl so sein - ich bin gespannt, ob sie auf die neue "Nix geling in Peking" (Nachfolger von "Nix verstehn in Athen") auf SWR3 belustigt oder gereizt reagiert.
Auf "Leckl oder nicht leckl" reagierte sie mit großem Humor (dort wurden "unbekannte" Köstlichkeiten aus China probiert), aber auf ne Radiomeldung über "Chinglish" widerum etwas unwirsch. Und dann wurde ich beschimpft, als ob ICH dafür verantwortlich war :lol:

Insgesamt:
ich denke, die Mehrheit der Chinesen fühlen sich äußerst leicht angegriffen - was mitunter einfach nur nervig sein kann.

Gruss,
TaugeNix^der aber wohl eine "Ausnahme" erwischt hat (meist jedenfalls) ;)
dem kann ich mich so anschliesen...
möglicherweise einfach Mangel an Erfahrung im Umgang mit der "westlichen" Art, bzw. Mangel des Westens im Umgang mit der chinesischen Art.
Interessant wäre es zu erfahren ob Chinesen auch untereinander so schnell beleidigt sind, bzw. wie oft das wirklich vorkommt. (Wenn sie denn überhaupt mal jemanden so nah an sich ranlassen der nicht zur Familie gehört :-P)

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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von Narr » 10.09.2008, 17:29

Dennis (CDS) hat geschrieben:Und ich stelle mal wieder fest: Taiwaner sind keine Chinesen. :D

Gespräche in denen es um Kritik an Taiwan in politischer und gesellschaftlicher Sicht geht, gehören zum Interessantesten, was ich hier erleben darf, sowohl in der Familie, im Freundes- und Kollegenkreis und auch manchmal mit Taxifahrern, sofern sie noch alle Zähne im Mund haben. :wink:

Vielleicht liegt es daran, dass ich bei dieser Art von Gesprächen mein Gegenüber automatisch auf Chinesisch anspreche als auf Englisch oder Deutsch und sich durch den begrenzten Wortschatz manche Aussagen einfach unkritischer anhören. Vielleicht liegt es daran, dass auch viele Taiwaner mit der politischen und gesellschaftlichen Situation nicht zufrieden sind, und sie keine Probleme haben oder Beschränkungen unterliegen, diese auch öffentlich auszudrücken und wissen, dass sie dadurch manchmal sogar etwas erreichen können. Vielleicht liegt es daran, dass das Bild über den Westen in Taiwan deutlich positiver ist als in China, da Taiwan ohne den Westen schon längst nicht mehr in der jetzigen Form existieren würde.

Irgendeinen Grund muss es ja haben, denn die Art und Weise wie ich jemanden auf Chinesisch anspreche ist ob Taiwaner oder Festlandchinese immer gleich. Nur die Reaktion ist häufig vollkommen unterschiedlich. Inwiefern ist Kritikfähigkeit ein individueller Charakterzug und inwiefern das Ergebnis einer bestimmten Erziehung??
Interessanterweise haben sich meine chinesischen Freunde nie angegriffen gefühlt wenn man über Politik gesprochen hat und einige Missstände kritisiert hat, sie haben sogar selbst auf das ein oder andere hingewiesen. Es war Ihnen aber allen wichtig, darauf hinzuweisen, dass China derzeit im Wandel ist und das es bald alles gut sein wird...
Es ist also eher das Selbstbild als Chinese das beschützt wird und nicht die Partei und genau das kann ich gut verstehen, mir gehen Kommentare die auf das 3te Reich abziehlen auch auf die nerven... man fühlt sich zwar nicht Verantwortlich aber durchaus in eine Schublade gesteckt/gebranntmarkt... und das gefällt mir genau so wenig wie es den Chinesen gefällt....
Der einzige unterschied ist vielleicht, dass sich viele Chinesen schon von relativ neutralen Aussagen angegriffen fühlen.

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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von Dennis (CDS) » 10.09.2008, 19:26

Narr hat geschrieben:Interessanterweise haben sich meine chinesischen Freunde nie angegriffen gefühlt wenn man über Politik gesprochen hat und einige Missstände kritisiert hat, sie haben sogar selbst auf das ein oder andere hingewiesen. Es war Ihnen aber allen wichtig, darauf hinzuweisen, dass China derzeit im Wandel ist und das es bald alles gut sein wird...
Die Frage ist, was passieren wird, wenn dem nicht so ist.

Die weitere Frage ist, was passieren wird, wenn dem nicht so ist und einige Westler meinen es ihnen zu sagen, dass es nicht so ist. :lol:

"Bald wird alles gut" ist so ein Ausspruch bei dem ich nachhake und direkt frage, in welcher Form? Und wie misst man dieses "bald"?? In Einheiten zu verprügelten Journalisten oder zwangsvertriebenen Bürgern?? Ist jetzt wieder sehr polemisch von mir, ich weiß, das sind aber Sachen wogegen ein "bald wird alles gut sein, weil China ist ja im Wandel" wenig von einer durchdachten Argumentation zeugt. Dabei geht es mir nicht um die Schnelligkeit von Veränderungen, sondern erstmal um die Frage, wie diese Veränderungen eigentlich konkret aussehen, wem diese Veränderungen vorrangig nützen und inwiefern sie diese Veränderungen zumindest indirekt mitbestimmen können. Und ab diesem Punkt beginnt die Diskussion dann hektisch zu werden. :wink:

(...Yingxiong wird gleich schreiben, dass ich ja keine politische Verantwortung trage und ich deshalb kein Recht hätte derartige Fragen zu stellen, ich stelle sie aber 8) )

Der Unterschied liegt aber auch darin: In China erzählen dir deine Freunde vielleicht bestenfalls darüber, was sie stört, in Taiwan gehen sie aber gerade deswegen manchmal auf die Straße. Ob es was bringt ist eine andere Frage, aber nach Außen hin ist damit die Wirkung, dass das Volk sich selbst mehr Gedanken um die eigene Nation macht und auch aktiv dafür etwas tut in Taiwan weitaus größer als jeder Chinese vom Festland mir mit seiner Hardcore-Diskussionsbereitschaft versucht weißzumachen. Zuzugeben, dass ihnen eigentlich auch nicht viel mehr bleibt als nur darüber zu reden, konnte mir gegenüber irgendwie noch kein Chinese. Dabei können sie nun wirklich nichts dafür und haben in diesem Zusammenhang sogar mein Mitleid. Und dann kommt mir der Satz "alles wird bald gut sein" weniger wie eine Relativierung als wie eine Hoffnung vor und die stirbt ja bekanntlich zuletzt. :wink:

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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von Yuan Qi » 10.09.2008, 22:04

leicht beleidigt auf chinesisch (Umgspr.)

小心眼

so was ist nicht mein Geschmack.

Aber leider nicht nur Chinesen, ......
当信佛经语深,当信作善得福。 出自 -无量寿经-。

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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von no1gizmo » 10.09.2008, 22:07

Topas hat geschrieben:leutchen, leutchen.....ihr wisst gar nicht, wie hart dass Schulleben heut zu Tage ist...
Nicht mit den "lausbubenstreiche" und dem ersten heimlichen Rauchen der 50ger bis 70ger zu vergleichen.....klar , auch da gabs Drogen ect. aber der Umgang war....ich würde es mal doch als weit respektvoller bezeichnen.
Du bist mal mega-offtopic und genau das nutze ich jetzt mal aus:

Ich bin der Meinung, dass dieses "Verhalten" von Mitschülern enorm von unseren lieben (von allen Seiten beschützten) Migranten(kindern) in diese Richtung getrieben wurde und wird. Dafür muss ich nun auch keine Kriminalitätsstatistiken rauskramen. Da muss man sich nur mal Schulklassen ansehen, und besonders die mit hohem Ausländeranteil fallen extrem auf. Fragt mal Lehrer. Diese Ausländer sind natürlich keine Ostasiaten, nur damit mich hier keiner falsch versteht. Es sind nicht alle Ausländer gemeint. Deutsche sind natürlich auch keine Engel und Kriminalität wurde auch nicht von unseren Migranten erfunden, aber die haben ihr Rechtsgefühl und Temperament hergebracht und das hat Wirkung. Drüber reden ist natürlich rechts und auch nicht taugenix-konform, mir aber egal. Meine Meinung muss raus.

okay: Back to Topic:

Ich muss meine Freundin mal loben, sie ist ja gerade in Hangzhou und ist ziemlich kritikfreudig geworden und andererseits wesentlich kritikempfänglicher. Sie ist Festlandchinesin.

Daumen hoch.

Insgesamt, also fern ab von meiner Freundin, muss ich aber sagen, dass mir Chinesen wesentlich unsympathischer (aber bitte nicht mit Hass oder totale Ablehnung gleichsetzen) geworden, weil es mir auf die Eier geht, wenn man bei jeglicher kleiner Kritik an die Decke geht und die eigene Vergangenheit schönredet, damit das Gesicht nicht flöten geht.

Entweder ich werde meine Freundin heiraten oder nicht. Wenn aber nicht, dann wird eine Chinesin bei mir definitiv keine Chance mehr haben, das würde ich dann gleich im Keim ersticken.

Ich brauche jemanden, dem ich auch Kritik (besonders, wenn sie die Person nicht direkt betrifft), an den Kopf werfen kann. Und gerade bei China liegt ja noch viel im Argen, da gibts viel zu kritisieren.
Dennis (CDS) hat geschrieben:Und dann kommt mir der Satz "alles wird bald gut sein" weniger wie eine Relativierung als wie eine Hoffnung vor und die stirbt ja bekanntlich zuletzt. :wink:
Dem, und deinen Post, stimme ich soweit absolut zu.

Allerdings bin ich, das muss man ja auch mal sagen, Zeitzeuge, dass es in China wirklich besser wird. Langsam aber sicher wird die Infrastruktur besser, die Menschen haben bessere Arbeitsbedingungen, mehr Geld in der Tasche, mehr Produktauswahl, auch die chinesischen Produkte werden echt besser. Daher ist es nicht an den Haaren vorbeigezogen, wenn man die Hoffnung hat, alles werde besser.

Das China aber mal den Stand von Japan (= besser) erreichen wird, bleibt fraglich, aber abzuwarten.... leider mit einem undefinierten "Bald".

(aber bitte bitte, liebe Chinesen: Mao Zedong hat damit nichts zu tun, nicht zu beigetragen, er hatte diese Verbesserungen nur herausgezögert)
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Blog über Leben und Arbeit in China- und Japan

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Re: Sind die Chinese leicht beleidigt?

Beitrag von domasla » 10.09.2008, 22:14

"Vorsichtiges Auge"? - Wir sagen "dünnhäutig". Wenn jemand eine dünne Haut hat. Eine dünne Schutzschicht, die schnell durchbrochen ist. Bei denen muss man auch vorsichtig sein.

D., der sich solche Vergleiche leicht merken kann.

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