Immer noch keine WHO Mission in China möglich

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pengpenggermany
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Re: Herbeigeredet: Mission impossible

Beitrag von pengpenggermany » 28.01.2021, 17:06

Laogai hat geschrieben:
28.01.2021, 16:35
pengpenggermany hat geschrieben:"Auch nach 10 Monaten ist es der WHO immer noch nicht gestattet worden ihre Mission in China zu starten"
Das war der Eingangspost - Nicht, dass chinesische Experten die erste Phase der Untersuchungen durchgeführt haben.
Obskure "Brisante Audioaufnahmen" waren auch nicht der Eingangspost. Hat dich aber nicht gestört.

Zurück gelesen:
pengpenggermany hat geschrieben:Aber es ist ja nun einmal etwas mehr als "ein größerer Unglücksfall", denn die ganze Welt ist davon betroffen und steht still. Daher sollte es doch möglich sein, dass auch die ganze Welt daran forschen darf.
Die halbe Welt (die andere Hälfte hat das wissenschaftliche und technische Know-How dafür nicht) forscht bereits seit über einem Jahr an dem Virus. Du hast es wahrscheinlich nicht mitbekommen, aber der RT-PCR-Test wurde Mitte Januar 2020 an der Berliner Charité entwickelt. Auf Grundlage der Daten, die von chinesischen Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung gestellt wurden.
Darum ging es doch überhaupt nicht.

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Re: Herbeigeredet: Mission impossible

Beitrag von sweetpanda » 28.01.2021, 19:02

Laogai hat geschrieben:
28.01.2021, 16:15
Wahrlich unerhört! Man hätte die renommierten Experten aus Niger die ersten Untersuchungen durchführen lassen sollen.
Das ich erleben darf, wie du dich über den Niger lustig machst. Es geschehen noch Zeichen und Wunder!
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Re: Immer noch keine WHO Mission in China möglich

Beitrag von Neverland » 29.01.2021, 08:27

Niger hat nur 4474 bestätigte Fälle und 157 Tote.

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Re: Immer noch keine WHO Mission in China möglich

Beitrag von sweetpanda » 29.01.2021, 17:56

Neverland hat geschrieben:
29.01.2021, 08:27
Niger hat nur 4474 bestätigte Fälle und 157 Tote.
Und wer nicht testet hat gar keine Fälle. Der Niger ist das Land mit höchsten Fruchtbarkeit, jede Frau bekommt 7 Kinder.
Das Durchschnittsalter liegt dort bei 15 Jahren, Zivilisationskrankheiten/Coronarisikofaktoren sind kaum bekannt, Corona geht über so eine archaische Population hinweg ohne das es auffällt.
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Re: Immer noch keine WHO Mission in China möglich

Beitrag von Laogai » 30.01.2021, 21:53

Hinterbliebene wollen WHO-Experten treffen (tagesschau.de)
Da hat wohl weder die Tagesschau noch der im Bericht erwähnte Zhang Hai verstanden, worum es der WHO bei der Mission geht. Nämlich nicht um Schuldige oder Verantworliche auszumachen, sondern um den Ursprung der Virusübertragung herauszufinden.

Aber gut, immerhin hat die Tagesschau nun auch mal mit jemanden aus der Bevölkerung gesprochen. Stimmen von "Menschen auf der Straße" kommen in westlichen Meldungen über China so gut wie nie vor. Nun aber endlich Zhang Hai. Exklusiv für die ARD, wie der verlinkte Bericht glauben macht.

Kurz recherchiert: Der gute Zhang Hai wird bereits seit Anfang April 2020 in den Medien herum gereicht. National Public Radio (npr.org) hat Zhang Hai wohl als erstes "aufgerissen", nämlich vor dem 10. April 2020: The New Rules For Mourners In Wuhan Have Angered Many Residents. Und Zhang Hai verdiente sich dabei wahrscheinlich die ersten Yuan. Am 29. April 2020 folgt Aljazeera: In China, a son blames Wuhan for father’s coronavirus death. Am 6. Mai beklagt Voice of America (VOA) In China, Even Simple Online Campaign for COVID-19 Dead Is Target for Censorship. Am 7. Mai 2020 weiß Quartz (qz.com) über Zhang Hai zu berichten: A son’s plan to build a memorial to his father and Wuhan’s coronavirus victims has come to an abrupt end.

Am 7. September 2020 erscheint ein Artikel auf asianews.it über ihn (Family slams authorities for silence over the COVID-19 pandemic that killed relative in Wuhan), am 31. Dezember beim Bayerischen Rundfunk und so weiter und so fort. Inzwischen dürfte Zhang Hai ein reicher Mann sein.

Wang Normalchinesen werden von westlichen (ausländischen) Medien so gut wie nie interviewt. Entweder, so wird es immer wieder vermittelt, um sie nicht der Repression der chinesischen Regierung auszusetzen oder, und das ist noch perfider, weil sie aus Angst vor Repressionen eh nur die Meinung der chinesischen Regierung wieder geben. Zhang Hai ist da eine Ausnahme. Seltsam, dass der nicht schon längst in einem Gulag verschwunden ist...
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WHO Mission in China

Beitrag von Perestroika » 03.02.2021, 06:03

Hier, lieber Laogai, ist noch so ein mediales Meisterwerk, in dem dieser Herr Zhang Hai seinen Fall ZDF-Leuten schildert:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ ... r-100.html

Frau Ruth Kirchner berichtet übrigens von Berlin aus, sie macht dort anscheinend Homeoffice. Schreiben tut sie aber so, als sei sie mitten im chinesischen Geschehen. In dem erwähnten Bericht vom 29.01.2021 über die Hinterbliebenen lesen wir:
Ruth Kirchner hat geschrieben:
Von Ruth Kirchner, ARD-Studio Peking, z.Zt. Berlin

Zhang Hai schwankt zwischen Wut und Trauer, zwischen Hoffnung und Verzweiflung. (...) Jetzt, da internationale Experten in Wuhan die Ursprünge des Virus Sars-Cov-2 erforschen wollen, formuliert der 51-jährige im Gespräch mit der ARD klare Erwartungen.

"Ich denke, wenn sie den Ursprung des Virus untersuchen wollen, müssen sie unsere Erfahrungen anhören. Das könnte ihnen sicherlich helfen, die Wahrheit herauszufinden."
Man sieht, dass die Korrespondenten genauso wie leider auch die Korrespondentinnen auf dem letzten Loch pfeifen, was authentische Personen und Erlebnisse betrifft. Wenn sie endlich einen an der Angel haben, wird der herumgereicht und ausgeknauscht bis zur letzten Gräte. Das "Gespräch" zwischen Zhang Hai in Wuhan und der ARD in Peking fand, wenn überhaupt mittels Handy oder ähnlichem statt.


6 Tage zuvor 23.01.2021 schrieb Frau Kirchner auch schon mal einen "Bericht" (aus Berlin):

Wuhan - fast so, als wäre nichts gewesen
Ruth Kirchner hat geschrieben: Von Ruth Kirchner, ARD-Studio Peking, zzt. Berlin

Manche Szenen aus Wuhan können den Lockdown vor einem Jahr fast vergessen machen: Clubs, in denen Hunderte Menschen ohne Maske und Abstand tanzen. Corona? War da was? "Tanzen gehen, das macht jetzt noch mehr Spaß", sagt eine Besucherin. "Wir waren so lange eingesperrt - jetzt wollen wir Party machen."
In diesem Bericht taucht kein Zhang Hai auf, sondern eine (mutmaßlich in Berlin erfundene) "Lily". In dem Bericht geht es nur indirekt gegen China. Der Leser soll jetzt einmal vor Neid platzen: Während wir bei uns im Lockdown dahinschmachten, feiert man in China wilde Orgien. Dazu rühmt sich die KP ihrer Erfolge, anstatt Büßerhemden an ihre 80 Millionen Genossen zu verteilen und schwere Versäumnisse zu beklagen. Ganz schlimm!

Hier noch was aktuelles. Diesmal etwas "neutraler":
WHO-Experte: China-Mission „exzellent“ (orf.at)

Jedoch darf der brisante Satz nicht fehlen:
orf.at hat geschrieben: Die Forschungsreise der WHO-Experten gilt als brisant, weil mögliche Versäumnisse der chinesischen Behörden in den Anfängen der Pandemie aufgedeckt werden könnten.
Man könnte fast glauben, dass der Virus verschwindet, sobald etwas "Brisantes" -wohlmöglich ein Schalter zum Abschalten- entdeckt wird.

Ich prophezeihe jetzt schon mal eine Anti-WHO-Kampagne, weil dieses Team sich erdreisten wird, ohne "Brisantes" wieder nach Hause zu fahren!

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Re: Bericht und Ergebnisse der WHO Mission in China /Analyse

Beitrag von Ajiate » 23.02.2021, 09:24

I was the Australian doctor on the WHO's COVID-19 mission to China. Here's what we found about the origins of the coronavirus

The Conversation /
By Dominic Dwyer

As I write, I am in hotel quarantine in Sydney, after returning from Wuhan, China. There, I was the Australian representative on the international World Health Organization's (WHO) investigation into the origins of the SARS-CoV-2 virus.
Much has been said of the politics surrounding the mission to investigate the viral origins of COVID-19. So it's easy to forget that behind these investigations are real people.

https://www.abc.net.au/news/2021-02-22/ ... d/13180078
"Alles, was wir hören, ist eine Meinung, keine Tatsache. Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive, nicht die Wahrheit."
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